Die Arbeit "Global Marriages" thematisiert die allgemeine Migrationsproblematik. Olafur Gislason errichtete im Museum eine Bühne für zwei lebende Bäume. Aus der Richtung der Bäume waren von Schauspielern gesprochene Texte zu hören, die auf Interviews mit einem weißen Südafrikaner und einer farbigen Bahamesin beruhten. Beide Interviewpartner haben, aus wohlhabenden Familien stammend, in liechtensteinische Familien eingeheiratet und leben nun überwiegend in Liechtenstein. Im Raum hinter der Bühne konnten die Besucher die Wurzeln der Bäume betrachten. Dieser Wurzelraum hatte zwei niedrige Eingänge. Ein dritter Durchgang führte den Ausstellungsbesucher über eine Treppe auf die Bühne. Zwei Ventilatoren sorgten für einen verstärkten Luftaustausch zwischen Ausstellungsraum und Wurzelraum. Schwarze Klappstühle definierten den Raum vor der Bühne als Zuschauerraum. Dort ergänzten Gislasons Aquarelle und Zeichnungen zu "Global Marriages" die Installation, die sich jetzt im Besitz des Kunstmuseums Liechtenstein befindet. |